Innsbruck ist fast immer eine Reise wert – egal ob man im Winter die Pisten unsicher machen will, oder im Sommer dem Outdoorsport nachgehen will Innsbruck bietet für jede Jahreszeit die passende Aktivität. Von Stuttgart kommt man gemütlich in rund 3,5h nach Innsbruck – man sollte aber vor allem an Wochenende vor der Fahrt den Verkehr checken – aus den paar Stunden Fahrt kann bei Stau auf dem chronisch überfüllten Fernpass oder bei zähen Grenzkontrollen gleich mal einmal die ein oder andere Stunde ins Land gehen. Wenn wir die Strecke in Angriff nehmen probieren wir meisten recht zeitig vor 6 Uhr loszukommen.

1. Tag Innsbruck Trip: Anreise und Wanderung auf die Mutterer Alm

Der Plan Stand: Camper fertig packen, am Morgen die Kids schlafend in den Bus bekommen und die ersten paar hundert Kilometer mit schlafendem Nachwuchs schrubben. Na zumindest ein Teil des Planes ging auf – der Bus war gepackt und wir kamen gut gegen 5:30 Uhr los – tja leider sind die Kids bei der Aktion aufgewacht und so ging es bereits ab Kilometer 1 mit der Dauerschleife Kindermusik los. Von Stuttgart ging es über Ulm, Memmingen Richtung Österreich und auf den Fernpass. Nach dem Fernpass (der erstaunlich leer war) noch kurz die Vignette für die paar Kilometer auf der Inntalautobahn gekauft und weiter ging es Richtung Innsbruck. Übernachtet haben wir auf dem Campingplatz am Natterer See – super Platz und sehr zu empfehlen. Am Platz haben wir gegen 10-10.30 Uhr an. Nach zwei-drei Stunden Pause machten wir uns auf zu einer kleinen Wanderung. Eigentlich wollten wir einen Parkplatz weit oben anfahren, der dann allerdings doch nur für Anrainer befahrbar war. Kurz entschlossen zückten wir die Komoot App und planten unsere Route um. Wir haben uns für die faule Variante entschieden und fuhren mit der Nockspitzbahn auf zum Pfriemesköpfl. Von der Bergstation ausgehend haben wir uns für eine kleine aber feine Rundwanderung entschieden. Zunächst ging es über einen Pfad hinauf zum Pfriemesköpfl und vor dort sind wir unterhalb der Zwölferspitz in Richtung Birgitzköpflhaus gewandert. In diesem ersten Teil der Wanderung macht man die meisten Höhemeter. Kurz vor dem Erreichen der Hütte sind wir abgezweigt und hinunter zur Götzener Alm gelaufen.


Auf der Götzener Alm haben wir und vor allem die Kids ihre Energierreserven wieder aufgeladen. Bei einer heißen Schokolade, Kaffee und Kuchen genossen wir ein wenig die Sonne an einem generell doch recht frischen und trüben Augusttag. Nach der wohlverdienten Pause ging es auf einem komfortablen Forstweg relativ eben rüber zur Mutterer Alm. Auf der Mutterer Alm konnten sich die Kids nochmals richtig auf dem sehr schön angelegten Waldabenteuerrspielplatz austoben bevor wir die letzte Etappe wieder hinauf zur Nockspitzbahn Bergstation in Angriff nahmen. Anschließend fuhren wir wieder ins Tal hinunter. In Summe eine sehr schöne Tour die wir nur empfehlen können. Gemütlich ausklingen lassen haben wir den Abend mit ein paar Kässpätzle auf dem Campingplatz.

2. Tag  Alpenzoo Innsbruck, Innsbruck Sightseeing und Heimfahrt

Nachdem die Kids am ersten Tag schon alles auf der Wanderung gegeben haben ging es am zweiten Tag wesentlich ruhiger los. Nach einem kleinen Frühstück am Platz ging es Richtung Innsbrucker Innenstadt. Vor dort ging es mit der Hungerburgbahn zum Alpenzoo Innsbruck. Der Zoo bietet in einem sehr schön angelegten Park Einblick in die Tierwelt der Alpen mit vielen Tiern wie Luchsen, Bären, Wildschweinen und Co. Für die Kids gibt es auch immer wieder Spielplätze um sich auszutoben. In Summe sicherlich eine der Topattraktionen in Innsbruck für kleine und größere Kinder. Nach 3h im Zoo ging es für ein paar Stunden zurück in die Innenstadt zu ein bisschen Sightseeing (Innenstadt, Goldenes Dachl, Hofburg).

Zum Abschluss unseres Kurztrips haben wir noch eine kleine Wanderung zur Umbrüggler Alm gemacht um noch einmal richtig Hütttenflair zu tanken. Die Umbrüggler Alm liegt am Fuße der Nordkette und man erreicht sie mit knapp 30-40min Wanderung vom Parkplatz an der Hungerburgbahn. Die Umbrüggler Alm ist sicherlich eine der modernsten aber auch architektonisch eine der besseren Hütten in Tirol. Die Küche bietet das Beste aus der Tiroler und Südtiroler Küche. Wer richtig gut essen will und das noch mit einer kleinen Wanderung verbinden will ist hier goldrichtig. Gestärkt ging es dann am Abend zurück auf den Fernpass und gen Heimat.

In Summe ist es immer wieder schön dem Alltagstrott zu entfliehen- zwar sind zwei Tage mit rund 700km Strecke durchaus eine Nummer, dafür taucht man aber einfach in einer andere Welt ab – Hütten, Berge und viel Zeit im freien – wie kann man schöner seine Freizeit verbringen.

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